Infos & Berichte der Umweltberatung

Energieausweis für das Friedrichsdorfer Rathaus

Große öffentliche Gebäude mit mehr als 1.000 Quadratmetern Grundfläche und regelmäßigem Publikumsverkehr brauchen ab dem 1. Juli einen Energieausweis. Deshalb hängt ab heute auch im Friedrichsdorfer Rathaus ein gut sichtbarer Energieausweis der OVAG, der die Bürger über den Energieverbrauch bzw. die Energieeffizienz eines Gebäudes informiert. Mittels einer Farbskala von grün bis rot bewertet er die energetische Qualität und zeigt, wie viel Energie für Heizung und Strom in diesem Gebäude im Durchschnitt benötigt wird. Liegt das Gebäude im grünen Bereich, ist es in einem guten energetischen Zustand. Befindet es sich im gelben Skalenbereich, sollte über eine Modernisierung nachgedacht werden. Rot steht für eine schlechte Energiebilanz.

Bürgermeister Horst Burghardt: "Die öffentliche Hand - Bund, Länder und auch Kommunen sollen in Sachen Energieeinsparung in Gebäuden Vorbilder sein. Das ist eins der Ziele der europäischen Richtlinie für energieeffiziente Gebäude. Der Energieausweis zeigt uns, welche Bereiche in Ordnung sind und wo wir noch nachbessern müssen." Auf dem Ausweis erkennt man deutlich, wo das Friedrichsdorfer Rathaus steht: Im gelben Bereich, aber mit deutlicher Tendenz zu grün. "Unser Rathaus ist 1971 gebaut worden, damals wurde natürlich noch nicht sehr auf den Energieverbrauch geachtet. Deshalb haben wir in den letzten Jahren einiges verändert, um die Energiebilanz zu verbessern. Im Jahr 2003 wurden alle Fenster erneuert und mit Wärmeschutzisolierglas versehen. Die Klimaanlage für den Großen Sitzungssaal wurde erst letztes Jahr installiert und entspricht den neusten Standards. Die Wärmedämmung auf dem Rathausdach wurde auch erst letztes Jahr erneuert ", so der Bürgermeister.

Die Mühen haben sich bereits gelohnt: Das Friedrichsdorfer Rathaus verbraucht etwa 15 Prozent weniger Strom und Heizenergie als der Durchschnitt in dieser Gebäudekategorie. In den letzten 3 Jahren verzeichnete das Rathaus pro Jahr einen durchschnittlichen Verbrauch von 126 Kilowattstunden pro Quadratmeter für die Heizenergie und 33 Kilowattstunden pro Quadratmeter für den Stromverbrauch. Am Donnerstag übergab Thorsten Hankel von der OVAG den gerahmten Energieausweis an den Bürgermeister. "Friedrichsdorf ist die allererste Stadt, der die OVAG einen Energieausweis hat ausstellen lassen, damit hat sie eine Vorreiterrolle," lobt Hankel die Stadtverwaltung. Sein Unternehmen habe einige Gemeinden angeschrieben, um ihnen den Energieausweis anzubieten. In Friedrichsdorf habe man besonders schnell zugegriffen.

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