Infos & Berichte der Umweltberatung

Grenzabstände bei Pflanzung einhalten

Grenzabstände bei Pflanzungen einhalten

Bei Neupflanzungen von Bäumen und Sträuchern wird oft übersehen, daß hierbei das Nachbarschaftsrecht beachtet werden muß. Hierin ist geregelt, daß Bäume, Sträucher und Hecken einen bestimmten Abstand zur Grundstücksgrenze einhalten müssen.

Ein Grenzabstand von 4 Metern gilt für alle sehr stark wachsende Bäume, wie z.B. Linden, Buche, Eiche, Zeder, Kastanien, Douglasie, Eibe, Walnußsämling und Schwarzkiefer. Einen Abstand von 2 Metern müssen alle stark wachsenden Bäume, wie beispielsweise Birke, Erle, Fichte, Tanne, Kiefer und Thuja einhalten. Für alle übrigen Park- u. Alleebäume muß der Abstand mindestens 1,50 Meter betragen.

Bei Obstbäumen wird zwischen stark wachsendem Kernobst sowie Süßkirsche und veredelter Walnuß und schwach wachsendem Kernobst sowie Steinobst unterschieden. Süßkirsche, veredelte Walnußbäume und Kernobst auf stark wachsender Unterlage (z.B. Hochstämme) müssen 2 Meter Abstand zur Grenze einhalten. Der Grenzabstand von Kernobst auf schwach wachsender Unterlage (z.B. Buschobst) sowie von Steinobst außer Süßkirsche beträgt 1,50 Meter.

Stark wachsende Ziersträucher und Beerenobst, wie z.B. Rhododendron, Feldahorn, Flieder, Feuerdorn, Haselnuß, Wacholder und Brombeere müssen einen Meter Grenzabstand einhalten. Bei allen übrigen Sträuchern genügt ein Abstand von einem halben Meter.

Bei Hecken ist der Grenzabstand abhängig von der tatsächlichen Wuchshöhe. Hecken, die nicht höher als 1,20 Meter sind, müssen nur 25 cm von der Grenze entfernt stehen. Bei Hecken bis 2 Meter Höhe sind es bereits 50 cm und Hecken über 2 Meter Wuchshöhe stehen mindestens 75 cm von der Grenze entfernt.

Im Interesse guter nachbarschaftlicher Beziehungen und zur Vermeidung von Streitigkeiten sollten die Grenzabstände eingehalten werden. Sollen die Abstände unterschritten werden, wird empfohlen, dies mit dem jeweiligen Nachbarn schriftlich zu vereinbaren, um auch bei einem Wechsel der Eigentümer eventuelle Streitigkeiten zu vermeiden. Werden die Grenzabstände ohne eine Vereinbarung unterschritten, kann der Nachbar unter Umständen bis zu 5 Jahr lang eine Versetzung der Gehölze auf Grenzabstand verlangen.

Auskünfte zu diesen und zu anderen Themen erteilt der Umweltberater der Stadt Friedrichsdorf, Jörg Naumann unter der Rufnummer 06172 / 731-1300. Informationen sind auch im Internet auf der Homepage der Stadt unter Downloads der Umweltberatung auf der "Umwelt"-Seite erhältlich.

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